Mittwoch, 28. März 2012

Nicht ganz 6 Inseln an einem Tag - die Allerhalligen Cruise 2012

Ich bin zurück von einem tollen Wochenende an der Nordsee und habe nun endlich die Zeit gefunden, diesen Blogeintrag darüber zu schreiben. Alles begann am Freitagmittag mit einer angebrochenen Hand - so musste ein wenig umdisponiert werden, aber wir kamen trotzdem pünktlich in Bredstedt an. Die von uns gebuchte Pension lag in direkter Nähe zum Inflexiblen Griechen, sodass wir fürs Einchecken und weiterreisen nicht lange brauchten. Einen gefundenen Multi später ging es dann auch zum Essen. Fazit: Der Grieche war völlig überfordert, das Buffet war sehr lecker und man konnte sich mit vielen lustigen Gesprächen auf die kommende Schifffahrt einstimmen .


Am Samstag klingelte dann um 7 Uhr der Wecker, wir wollten ja pünktlich in Nordstrand bzw. auf dem Schiff sein. Aber denkste! Als wir eintrafen, waren schon alle Sitzplätze fleißig mit Rucksäcken und ab und zu auch Personen besetzt, die diese verteidigten . Das sollte sich auf der gesamten Fahrt nicht ändern, aber dafür hatten wir einen tollen Platz am Bug des Schiffes mit Panoramablick aufs Meer und Alex Schweigerts T5er-Bergung (dazu aber später mehr) .

Ersteindruck an diesem Tag: Verdammt, ist das nebelig! Nachdem am Freitag noch sonniges Frühlingswetter geherrscht hatte, überraschte uns die Nordsee am Samstag mit Nebel. Viel Nebel. Trotzdem konnte ich einen Seehund auf einer Sandbank entdecken:


Dafür sah Pellworm aus, als würde die Insel aus dem Anleger und einem Haus bestehen:


Aber egal, denn ich war auf Pellworm, jeah! Zwar waren es vielleicht 30 Sekunden, aber ich war auf der Insel . Nach einem schnellen Cachefund ging es weiter nach Hooge. Leider konnten wir die Hallig Gröde nicht anfahren, denn das Wasser war zu niedrig. So wurden aus den ursprünglich geplanten sechs Inseln/Halligen doch nur fünf, aber das war für mich ohnehin zweitrangig. Die Schifffahrt war sehr amüsant und man konnte sich mit vielen unbekannten und bekannten Gesichtern unterhalten .

Auf Hallig Hooge war ich ja vergangenen Herbst bereits auf der Nordseetaufe 2011, da hatten wir allerdings viel besseres Wetter. Am Samstag sah Hooge dann so aus:


Auf Hooge hatten wir ungefähr 10 Minuten Aufenthalt, der für das Finden eines Tradis genutzt wurde. Nach einer kurzen Weiterfahrt legten wir dann auf Langeneß an. Dort konnten wir uns ungefähr 20 Minuten aufhalten. Dies wurde von den meisten für den Earthcache und den naheliegenden Tradi genutzt:



Wie man erkennen kann, wurde das Wetter im Verlauf des Tages auf und zwischen den Inseln nicht besser. Auch Langeneß war in dichten Nebel eingehüllt, ich fühlte mich teils wie in England. Aber ich muss auch sagen, dass der Nebel durchaus seinen Charme hatte . Nach Langeneß folgte dann der erste längere Aufenthalt auf Amrum. Wir hatten fast zwei Stunden Zeit und konnten dort acht Tradis und ein Event einsacken. Zwischendurch konnte ich sogar noch ein paar tolle Inselfotos machen, auch wenn Amrum sich ebenfalls in einen Nebelschleier hüllte:




Am Ende mussten wir uns ein wenig sputen, aber da ulf78 sich noch ein Eis kaufte, schafften wir es noch rechtzeitig. Bevor wir mit Hörnum unser letztes Ziel vor der Heimfahrt ansteuerten stand noch ein ganz besonderer Cache an: Siggi. Ein PETling, mit einer tollen Konstruktion und einem starken Magneten an einer Boje befestigt. Vielen Dank an Alexander Kuhn und Sven Paulsen, ohne die diese Dose so nicht möglich gewesen wäre!






Abgesehen davon, dass wir zunächst die falsche Boje angefahren haben, lief alles glatt . Unter Einsatz seines Lebens barg Alex Schweigert, unterstützt durch Blinker1980 und einem Crewmitglied, die Dose. Die Freude war groß, alle wurden eingetragen und das Döschen sicher wieder am Seezeichen angebracht. Danke auch an den FTFler für den Sekt - den Piccolo durften wir uns dann mit 283 Leuten teilen .

Sylt war dann die mit Abstand diesigste Insel von allen. Obwohl der Hörnumer Leuchtturm recht nahe war, konnte man seine obere Hälfte die meiste Zeit nur erahnen.





Auf dem letzten Bild kann man die Heerscharen von Geocachern auf dem Weg zum Earthcache nur erahnen. Im Hintergrund befindet sich übrigens kein Meer, sondern Hörnum. Wir konnten in den fast 2 Stunden Aufenthalt 1 Event, 3 Tradis und besagten Earthcache loggen. Die Kegelrobbe im Hafenbecken ist mir leider entgangen, dafür konnte ich knapp vor Abfahrt noch einen sehr leckeren Crêpe ergattern - dem Aufruf des Crêpes-Verkäufers musste man ja einfach folgen :


Eigentlich war die Rückfahrt so geplant, dass wir noch das Wrack der Pallas besichtigen würden, aber daraus wurde dank Nebelbank nichts . So drehte der Kapitän das Steuerrad nach hart Steuerbord und wir verließen für kurze Zeit Deutschland, um den Duty Free zu nutzen - davon hatte ich persönlich zwar nichts, aber was solls .

Der westlichste Punkt unserer Reise ist laut meinem Navi übrigens N 54° 40.396 E 008° 03.731, was ungefähr dem Längengrad entspricht, der ebenfalls durch Wilhelmshaven verläuft. Somit war ich auf hoher See geografisch gesehen westlicher als in meiner Heimat. Schon irgendwie witzig .

Kurz vor 20 Uhr trafen wir dann wieder in Nordstrand ein. Es war inzwischen dunkel und kalt, aber trocken - und weiterhin so neblig und diesig wie bereits den ganzen Tag . Schnell gings zum Koog, denn dort wartete das leckere Buffet auf uns. Es gab wieder den unglaublich leckeren Krustenbraten mit Bratensauce, Kaisergemüse und Kartoffelgratin. Wie auch bei der Nordseetaufe 2011 war es wieder sehr lecker, auch wenn die Bedienung mir dauernd meinen Teller abluchsen wollte, obwohl ich noch nicht fertig war. Und das Buffet selbst hätte auch ein wenig länger offen sein können . Aber das sind nur kleine Details, ansonsten war die Party im Koog der perfekte Ausklang für einen abwechslungsreichen und anstrengenden Tag. Wir haben zwar "nur" fünf Inseln besucht, aber ich war bisher nur auf Hallig Hooge unf Föhr, somit waren Sylt, Amrum, Langeneß und Pellworm Premieren für mich . Natürlich habe ich es mir auch nicht entgehen lassen und mir Sylt-Aufkleber gekauft. In Neon-Gelb und Notarztwagen-Rot . Mal sehen, wo ich die aufkleben werde - Christyan weigert sich im Moment noch vehement .

Ein großes Dankeschön an alle, die diesen Tag zu einem so tollen Erlebnis gemacht haben! Die Schifffahrt war super, es gab viel zu sehen, noch mehr zu schnacken und mir wurde nie langweilig. Außerdem war es mal wieder die perfekte Gelegenheit um den vielen Internetbekanntschaften "Hallo" zu sagen. Ich hoffe, dass ich beim nächsten Mal wieder dabei sein kann .

Kommentare:

  1. Sag nur nie zu einem Bewohner von Nordstrand er würde nicht auf einer Insel wohnen...

    Die sind fest davon überzeugt.

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  2. Danke für den Seehund - da war ich nicht schnell genug ;-)

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