Sonntag, 6. Januar 2013

Neue Oregon-Modelle 6xx auf der Garmin-Seite aufgetaucht

Eigentlich schreibe ich grade fleißig an meiner Masterarbeit herum, dennoch wollte ich euch diese Info nicht vorenthalten:

Auf der offiziellen Webseite von Garmin ist eine Produktseite zum Garmin Oregon 600 und zum Oregon 650 aufgetaucht. Außerdem wird es, analog zu den Vorgängern, auch ein Oregon 600t und 650t mit Topokarte geben. Hier die ersten Bilder zum Oregon 600:

Quelle: Garmin.com

Die Eigenschaften des Oregon 600 auf einen Blick [In eckigen Klammern die Spezifikationen des Oregon 450 und 550]:
  • Größe: 6,1 x 11,4 x 3,3 cm [5,8 x 11,4 x 3,5 cm]
  • Display: 3 Zoll, 240 x 400 Pixel [identisch]
  • Gewicht: 210 g mit Batterien [193 g]
  • Stromzufuhr: 2 AA (Mignon) [identisch]
  •  USB 2.0 [identisch]
  • 8 GB interner Speicher [850 MB]
  • microSD Karten-Slot [identisch]
  • 4.000 Wegpunkte [2.000]
  • 10.000 Track-Punkte [identisch]
  • Routing-Modus für Autonavigation auf Straßen [identisch]
  • Elektronischer 3-Achsen-Kompass [identisch]
  • Papierloses Geocaching möglich [identisch]
  • Drahtlosübertragung möglich [identisch]
  • Bildbetrachter [identisch]
  • Fisch- und Jagdkalender, Sonne und Mond,... [identisch]
  • Oregon 600: 399,99 USD
  • Oregon 600t: 479,99 USD
  • Oregon 650: 479,99 USD
  • Oregon 650t: 549,99 USD
Ob auch mit dem Oregon 600 und 650 Wherigos möglich sind, steht bislang nicht in den Details. Das Oregon 600 hat keine Kamera, das 650 allerdings schon und zwar mit 8 Megapixel und Autofokus.

Außerdem besitzt das Oregon 650 eine eingebaute Taschenlampe neben der Kameralinse, die gedimmt und als blinkend eingestellt werden kann. Die t-Modelle haben wie immer eine zusätzliche Karte installiert, sind aber sonst identisch zu den gleichnamigen Modellen ohne t. Sie kosten dafür jeweils 80 USD mehr, ich empfehle weiterhin die OSM als kostenlose Alternative.

Nun aber zum wichtigsten Punkt: Man kann die neuen Oregon-Modelle noch nicht käuflich erwerben! Auf der Produktseite steht folgendes
This device has not been authorized as required by the Federal Communications Commission. This device is not, and may not be, offered for sale or lease, or sold or leased, until authorization is obtained
Das bedeutet auf deutsch so viel wie "Dieses Gerät ist noch nicht von der Federal Communications Commission zugelassen worden, es kann noch nicht gekauft und geliehen werden und wird vielleicht auch nie für Verkauf und Verleih freigegeben.

Nach den Preissenkungen der anderen Oregon-Modelle war eigentlich klar, dass es neue Modelle geben muss. Dass es sich hierbei wieder um Oregons handelt und sie so wenig Neuerungen bieten, überrascht mich allerdings .

Nachtrag: Ich habe tatsächlich überlesen, dass bei den neuen Modellen mit der Möglichkeit geworben wird "unendlich viele Geocaches" aufs Gerät zu laden. Ich möchte hier mal den Text der Webseite zitieren: 
No more picking, choosing and planning, just download them all. The Oregon 650 can hold an unlimited number of geocaches. Not just one thousand, not just one million. Unlimited. Download every cache on OpenCaching.com. Load caches from GSAK. Or use your favorite program or website supporting GGZ files*. All your paperless geocaching features will be there for every cache. Read full descriptions, hints and logs. View cache photos. Filter caches by size, terrain, difficulty and type. Connect to chirp-enabled caches. Record your logs in the field. Do it all. The Oregon 650 has no limit.
 Ich habe noch nie von GGZ-Dateien gehört, aber ich nutze auch ausschließlich geocaching.com als Plattform. In Lübeck gibt es auf geocaching.com fast 800 Geocaches, auf opencaching.com nichtmal 10. Kein Wunder, dass man dann "unendlich viele" Geocaches auf dem Gerät speichern kann. Abgesehen von der technischen Unmöglichkeit, UNENDLICH viel zu speichern (sorry, da kommt der Informatikanteil meines Studiengangs durch...), bin ich ein wenig skeptisch, ob die neuen Geräte überhaupt noch gpx-Dateien speichern können oder nun direkt opencaching.com "gebranded" sind. Hoffentlich nicht! wird dies bei GPX-Geocaches wohl weiterhin beschränkt sein. Wie viele "altmodische" Geocaches gespeichert werden können, verrät die Webseite nicht - spätestens bei 4000 ist wohl Schluss.

Auch die Taschenlampe ist zwar eine Neuerung, aber keine große. Das kann mein Smartphone auch mit einem Knopfdruck :P Die 8 Megapixel-Kamera ist gar nicht schlecht, wenn man sie denn braucht, die gab es aber auch schon in vorherigen Modellen. Dass das Display etwas besser lesbar ist, sollte eigentlich selbstverständlich sein, denn schon vom Oregon 200 / 300 zum Oregon 450 / 550 gab es da einen Sprung. Aber ist das alles den Preis wert?

Kommentare:

  1. Ich finde die Neuerungen eigentlich nicht so wenig:

    - Multitouch
    - Bluetooth
    - DualAKku
    - Taschenlampe
    - unbegrenzt Caches
    - deutlich leuchtstärkeres Display

    u.s.w.

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    1. Naja, es steht zwar auf der Webseite, dass es unendlich viele Geocaches laden kann, allerdings zweifle ich noch daran, denn dort steht:

      "No more picking, choosing and planning, just download them all. The Oregon 650 can hold an unlimited number of geocaches. Not just one thousand, not just one million. Unlimited. Download every cache on OpenCaching.com. Load caches from GSAK. Or use your favorite program or website supporting GGZ files*."

      GGZ-Dateien?! Ich kann nur die Daumen drücken, dass geocaching.com diesen Datentyp auch einführen wird. Im Moment gehe ich davon aus, dass man damit nur Mitglieder für Opencaching.com werben will - aber ob das klappt?! UNENDLICH kann ich mir jedenfalls mit kompletten Listings usw. nicht vorstellen.

      Eine Taschenlampe hat mein Handy auch (der Blitz), einschaltbar über die Volume+ Taste, wenn die Bildschirmsperre aktiviert ist.

      Und was bringt mir ein Dual-Akku? Vielleicht mehr Laufzeit, aber ich will nicht wissen, wie viel der kostet. Außerdem können das die Montanas doch auch schon, oder nicht?

      Ich bleibe skeptisch... vor allem was die Datentypen der Geocaches angeht, aber danke für den Hinweis, das hatte ich überlesen (ich lese selten die Prosa-Texte der Hersteller im Detail).

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    2. (Ich meinte natürlich, dass geocaching.com den Datentyp GGZ als Zusatzoption einführen wird, wenn das Oregon 600 / 650 denn NUR diese Daten fressen sollte...)

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  2. Vielleicht sind bei diesen neuen Dateien ja die Cache-Fotos mit dabei? Da steht ja was von View Cache Fotos. Wenn man die Fotos nicht mehr einzeln extra dazu packen muß wäre das doch auch nicht schlecht.
    Ghost-Cassandra

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    1. Ich weiß inzwischen zwar von Ravenhawk80, dass es weiterhin GPX unterstützt, aber ich gehe davon aus, dass das Ansehen von Fotos wohl nur bei Caches von Opencaching.com möglich sein wird.

      Ich werde jedenfalls weiterhin bei geocaching.com bleiben: http://ferrarigirlnr1.trashmall.de/img/GCvsOC.gif

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  3. Interessant wird eher die Bedienbarkeit sein. Multitouch klingt ja stark nach kapazitivem Display und da wird es in der kalten Jahreszeit schonmal zu problemen kommen.
    Was ich interessant finde:
    - nüvi Mode/ Dual Orientation: also ein kompletter Ersatz für ein zusätzliches Navi im Auto.
    - Bluetooth: einfach mal schnell eine GPX vom Handy rüberschieben?
    - Advanced Waypoint Management: endlich können auch mehrere Wegpunkte gleichzeitig gelöscht werden

    Unter dem Prosatext ist auch noch das Logo "GPX ready" zu finden. Sollte also sicher keine Probleme geben.

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    1. Ich habe bei meinem Oregon ehrlich gesagt nie Multitouch vermisst. Ob ich nun auf +/- tippe oder mit zwei Fingern zoome - da ist die Button-Variante sogar idiotensicherer :D

      Diese Straßennavigationsgeschichte haben ja schon das Oregon 450 etc., zumindest diese nüvi-Draufsicht für einfacherer Autonavigation. Mich nervt primär eigentlich, dass das Topo-Material nicht wirklich gut zum Routen geeignet ist, mein Navi will mich immer links abbiegen lassen, obwohl ich das auf der Kreuzung gar nicht darf, dann soll ich falschrum durch Einbahnstraßen fahren... - und das bei der Garmin Topo Deutschland 2012.

      Bluetooth so anzuwenden wäre natürlich richtig klasse, aber nur dafür würde ich nicht aufrüsten. Dann speicher ich mir lieber weiter kurz den Cache als Wegpunkt und hab die Details in c:geo.

      Meine GPX-Skepsis habe ich korrigiert, danke!

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    2. Straßennavigation (also mit Einbahnstraßen etc.) ist in den Topo-Karten auch nicht enthalten. Dafür kann man sich ja noch die CityNavigator-Karte draufpacken und nur für das Navi-Profil auswählen.

      Ich hab an meinem Garmin noch nie den Touchscreen vermisst ;) Hab mich damals extra für das 62s entschieden, weil die Button-Bedienung einfach schneller geht. Naja, das mag wohl jeder anders :)

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  4. "- Advanced Waypoint Management: endlich können auch mehrere Wegpunkte gleichzeitig gelöscht werden"
    Das konnte ein eTrex schon vor weit über 10 Jahren

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  5. "Wie viele "altmodische" Geocaches gespeichert werden können, verrät die Webseite nicht - spätestens bei 4000 ist wohl Schluss. "

    Warum sollte bei 4000 Schluss sein? ein Oregon 450/550 kann 5000, Montana 12000 Geocaches plus die Wegpunkte.

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    1. Mein Oregon 300 kann 1000 Caches und Wegpunkte speichern, bei 450/550 hatte ich damals bei den Eigenschaften auch keine gesonderten Infos zu Anzahl Caches gefunden, deshalb wusste ich nicht, dass es doch so viele sind. Aber was bringen mir 12500 Geocaches wenn mir die zugehörigen Wegpunkte fehlen weil bei der Anzahl Wegpunkte schon bei 4000 Schluss ist? Das bringt ja nur den Tradisuchern was, die keine Parkplatz- oder Zugangswegpunkte brauchen oder man hat das Glück eines Multis ohne zusätzliche vorgegebene Stages. Meiner Meinung nach ist es also doch durch die Wegpunkte begrenzt; keine Ahnung ob das bei ggz Dateien anders laufen wird...

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    2. Nicht jeder lädt die zusätzlichen Wegpunkte. Andere verwenden halt GSAK, dann gibt es Parkplätze usw. als POI und hat die von Anonym genannten Grenzen für Caches. Wegpunkte werden dafür keine verbraucht. Warum unnötig beschränken? Ich mag es auch nicht, wenn meine eigenen Wegpunkte durch xx Caching WP unübersichtlich werden.

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  6. Für mich ist die "unbegrenzte" Cacheanzahl ein absolutes Kaufargument.

    Wenn Garmin selbst schon mit GSAK wirbt, dann wird es sicherlich sehr schnell ein Macro geben was ggz-Dateien erzeugt.

    Somit wäre es doch kein Problem Caches via GSAK von gc.com zu importieren und dann aufs Oregon zu exportieren.

    Letztes Jahr stand ich jedenfalls ziemlich auf dem Schlauch im Sommerurlaub.

    Eine Woche sächsische Schweiz, ein Wochenende Magdeburg und eine Woche Ostsee, da kam man mit den max. 5000 Dosen auf dem 450er nicht wirklich weit.

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    1. Jede PQ erstmal durch GSAK jagen zu müssen wäre mir zu mühselig... Vor allem im Urlaub o.ä., wenn ich kein GSAK zur Hand habe.

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    2. Meine Befürchtungen gehen da eher in die Richtung, dass GSAK zwar GGZ schreiben kann, jedoch der User nicht zu sehen bekommt, was im GGZ wirklich enthalten ist. Bald wissen wir mehr.

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  7. Da kann man sich aber auch noch ein oder zwei SD-Karten kaufen mit den jeweiligen Karten und Caches drauf und je nach Gebiet wechseln. Insgesamt billiger und so oft braucht man´s ja nicht. Ohne Gerätebegrenzung ist es natürlich praktischer.
    Unendlich viel Caches heißt hoffentlich nicht unendlich langsam.

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  8. Man muss aber auch bedenken, dass diese Möglichkeit des Speicherns unendlich vieler Caches schnell dazu führen kann, dass man die Daten nicht aktualisiert, und archivierte oder disablete Caches sucht.

    Mir reichen sogar meine 1000 Geocaches auf dem Oregon 300 und ich reise sehr gern ohne viel Planung. Mich reizt das nicht soo sehr, ...

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  9. GGZ = GarminGameZone

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  10. Ich bin gespannt ob man für die Routen auch die Farbe wählen kann (so wie bei den Tracks). Wenn das nicht möglich ist, ist das Thema für mich gegessen. Das Magenta fand ich immer eine schlechte Wahl.

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  11. I think the main issue for the authorization delay and the main difference to all former Oregon devices is the same: the opportunity to receive the russian GLONASS satellite data. This is a big difference and a really essential one for people using it in higher latitudes. The new gps chip is a Dual chip and by only software update a multi reception of different positioning satellite systems (e.g. future Galileo etc.) is not possible; new hardware is required. There are not many combi PNDs for that on the market yet.

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  12. Woher hast du die Info, dass im klassischen Format nur 4000 Caches unterstützt werden? Das wäre ja deutlich weniger als bei den anderen aktuellen Geräten.

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    1. Ich bin davon ausgegangen, weil bei den 6xx Geräten auch nur 4000 Wegpunkte gespeichert werden können. Wieso sollten da deutlich mehr Geocaches gehen? Ist allerdings wie gesagt nur eine Vermutung von mir...

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