Mittwoch, 17. Oktober 2012

Preis-Update bei Garmin-Touchscreen-Navis

Mittlerweile ist mein ausführlicher Post zur Beschreibung der verschiedenen Garmin Outdoor-Navis mit Touchscreen schon über ein Jahr her, dennoch ist das Oregon 450 immer noch meine Empfehlung als Navi zum Geocachen.

Preislich hat sich dafür einiges getan und so habe ich die Liste mal aktualisiert:

Modell Contra Mai 2011 Oktober 2012
Dakota 10 kein Wherigo,
kleines Display,
kein drahtlos senden,
kein microSD-Slot
198 EUR 139 EUR (-60 EUR)
Dakota 20 kein Wherigo,
kleines Display
249 EUR 209 EUR (-40 EUR)
Oregon 450

297 EUR 220 EUR (-77 EUR)
Oregon 450t identisch zum 450,
aber mit Topokarte
342 EUR 250 EUR (-82 EUR)
Oregon 550 identisch zum 450,
aber mit 3,2 MP Kamera
406 EUR 250 EUR (-156 EUR)
Oregon 550t identisch zum 450,
aber mit 3,2 MP Kamera
und Topokarte
430 EUR 335 EUR (-95 EUR)
Montana 600 Groß und unhandlich
(nicht für jeden negativ),
Preis
500 EUR 459 EUR (-41 EUR)
Montana 650 identisch zum 600,
aber mit 5 MP Kamera
600 EUR 452 EUR (-148 EUR)
Montana 650t identisch zum 600,
aber mit 5 MP Kamera
und Topokarte
- 546 EUR

Besonders die Oregon-Geräte mit Zusatzfunktionen sind deutlich im Preis gesunken, allerdings bieten sie auch nicht viel mehr als das Oregon 450 Basismodell. Für eine 3,2 Megapixel-Kamera, also das Oregon 550, bzw. eine vorinstallierte Topo-Karte (Oregon 450t) zahlt man aktuell 30 EUR mehr, möchte man sowohl Kamera, als auch Topo haben, zahlt man 115 EUR mehr als für das Oregon 450.

Generell ist der aktuelle Preis von 220 EUR für das Oregon 450 bei Amazon meiner Meinung nach ziemlich gut . Ich bin auch nach über 3 Jahren Nutzung mit dem Vorgängermodell Oregon 300 mehr als zufrieden und vermisse gar nichts . Das Oregon 450 kann 2000 Geocaches speichern, Wherigos, Chirp, hat eine intuitive Steuerung durch den Touchscreen, den auch Wurstfinger gut bedienen können, ist wasserdicht und die Batterien halten ziemlich lange. Ich kann es nur empfehlen!

Wer es etwas größer mag, ist mit dem Montana gut bedient, allerdings kann es keine Wherigos abspielen! Mir persönlich ist es zu groß, wenn ich es an den Gürtel clippe, rutscht mir die Hose und es baumelt viel zu sehr rum, weil es so groß ist. Dafür kann man durch das größere Display mehr sehen und es auch gut zur Straßennavigation verwenden. Der Aufpreis im Gegensatz zum Oregon 450 liegt allerdings bei fast 240 EUR, somit kostet das Montana 600 mehr als das Doppelte! Für eine Kamera (immerhin 5 Megapixel) zahlt man beim Montana aktuell allerdings nicht drauf, sondern 7 EUR weniger, dann lohnt sich die Wahl des 650 statt 600 natürlich schon . Die vorinstallierte Topokarte kostet dann allerdings knapp 100 EUR mehr. Durch die fehlende Wherigo-Unterstützung würden die Montanas für mich allerdings genau wie die Dakotas aus der Entscheidung rausfallen.

Allgemein kann ich die Wahl der t-Modelle (also der Modelle mit mitgelieferten Topokarten) nur bedingt unterstützen. Die kostenfreie OpenStreetMap wird immer detaillierter und ist und bleibt kostenlos verfügbar . Natürlich ist der Aufpreis von 30 EUR für ein Oregon mit vorinstallierter Topo schon ein Schnäppchen, allerdings handelt es sich um eine "Freitzeitkarte von Europa im Maßstab 1:100.000" und ich bin unsicher, ob es eine genau so detaillierte Karte wie bspw. die Garmin Freizeit- und Wanderkarte Topo Deutschland 2012 für aktuell 132 EUR Kaufpreis ist (die hat nämlich einen Basismaßstab von 1:25.000).

Ich persönlich finde die Leistung der Kameras in den Oregons relativ schwach, da man kaum mehr als auf einer älteren Handykamera erkennt (auch wenn das Geo-Tagging natürlich eine coole Sache ist ). Da die meisten eh ein Smartphone mit sich tragen, das bessere Bilder liefert, sollte wohlüberlegt sein, ob sich die Mehrausgabe wirklich lohnt. Wie Rupa nun aber auch im Kommentar schrieb, kann die Kamera durchaus nützlich sein, wenn man gern Fotos von Stationen macht und das Handy nicht aus der Tasche friemeln will. Be einem Aufpreis von inzwischen nur 30 EUR finde ich die Kamera gar nicht schlecht - damals für 100 EUR mehr war sie meiner Meinung nach allerdings zu teuer.

Wer im Moment auf der Suche nach einem guten Navi fürs Geocachen ist, aber Geld sparen möchte, sollte die Chance nutzen und das Oregon 450 für 220 EUR (bzw. das Oregon 550 mit Fotofunktion für 250 EUR) kaufen - bei amazon.de gibt es schließlich ein kostenloses Rückgaberecht !

Mehr Infos zu den einzelnen Modellen und deren Eigenschaften gibt es wie gesagt im Blogpost Aktuelle Garmin-Outdoor-Navis: Ein Vergleich.

Kommentare:

  1. Wie stehs, "brilliant" gschrieben... auf dem üblichen Werbeblättchen-Niveau. Ich fasse zusammen:

    - bei allen Oregons oberhalb des 450 werden die Beigaben in Form von Kamera und Karte negativ bewertet.
    - Das Montana 650 ist identlich zum Montana 650
    - Das Montana 650t gab es im Mai 2011 nicht
    - Edge und GPSMAP wird vollkommen ignoriert, ebenso die Tatsache, das Oregon 450, GPSMAP62s, Montana600 und Edge 800 mit einer Speicherkarte samt Topo Deutschland Pro 2012 gebundelt werden.

    Respekt! :/

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    1. Abgesehen davon, dass man schon am Schreibstil merken sollte, dass das hier kein "Werbeblättchen"-Beitrag ist, ist es immer noch meine persönliche Meinung. Ich finde die Kameras in den Oregons höchstens im Notfall praktisch - ich weiß nicht, ob du schon mal eins in der Hand hattest, aber ich finde die Qualität der Bilder nicht so doll. Wie gesagt, nur 30 EUR mehr sind inzwischen aber ok. Und bei den Topos gibt es nunmal die OSM als Konkurrenz, das kannst du auch nicht abstreiten, weiß aber nicht jeder.
      Ich werde nunmal ziemlich oft gefragt, welches Navi ich nutze, welches ich empfehlen würde und warum. Deshalb dieser Eintrag - wenn sich jemand das Oregon 450 kauft habe ich davon rein gar nichts, im Gegensatz zu so ziemlich allen anderen Blogs verdiene ich nicht durch spezielle Links am Einkauf bei Amazon mit.
      Wenn du hier nicht nur drüber gescrollt hättest wüsstest du auch, was der Strich bei Mai 2011 beim Montana 650t bedeutet (übrigens gab es damals keins der Montanas) und vor allem, dass ich TOUCHSCREEN Navis vergleiche... Die finde ich nunmal am praktischsten, aber danke für den Beweis, dass die negative Kritik immer von denen kommt, die den Beitrag eigentlich gar nicht lesen.
      Das Topo Bundle beinhaltet übrigens auch keine ganze Topo D 2012, sondern nur die lite Version.

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  2. Ich würde auf die Autofokus-Kamera in meinem Oregon 550 (das übrigens im Feb. 2011 bei Amazon 360 Euro gekostet hat), nicht verzichten wollen. Bei guten Lichtverhältnissen sind die Bilder sehr gut, aber worum es mir vor allem geht: ich photographiere damit oft Stationen von Caches - und das geht auch im Dunkeln problemlos. Dabei habe ich das Gerät ohnehin in der Hand und kann damit schnell einen Schnappschuss machen. Handy oder Kamera müßte ich erst umständlich aus der Tasche friemeln.

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    1. Es ist schon etwas her, dass ich das Oregon 550 mit Kamera in der Hand hatte, eigentlich hatte ich recht verschwommene Bilder in Erinnerung. Primär ging es mir damals aber ja darum, dass sich meiner Meinung nach ein Aufpreis von 100 EUR (über 30%) nur für eine zusätzliche Kamera nicht lohnt, da man meist eh das Handy dabei hat. Bei 30 EUR ist der Zusatz schon eher eine Überlegung wert, du hast ja auch einen geringeren Aufpreis bezahlt und wenn man oft Fotos macht, die nicht unbedingt perfekt sein müssen, sondern beim Erinnern helfen, ist die Kamera wohl ausreichend, da gebe ich dir Recht. Hast du vielleicht ein paar Beispielfotos für die Qualität der Kamera? Ich könnte sonst auch nochmal meinen bekannten mit 550 fragen, daran hatte ich zugegebenermaßen bislang nicht gedacht ;)

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    2. P.S.: Ich habe mich überzeugen lassen und den Beitrag ein wenig editiert ;) Danke fürs Feedback!

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  3. Danke für die aktuelle Preisübersicht.
    Beim Montana gehört meiner Meinung nach noch "angeprnagert" ;-) , das es keinen Wherigoplayer mehr bietet. Für mich ein absolutes Ausschlusskriterium.
    Mein Favorit ist das Oregon 550. Würde ich wieder kaufen. Einzig, die Gummierung auf dem Batteriefachdeckel löst sich seit kurzem beim mir auf und löst sich sogar vom Deckel. Ich habe die Sonnencreme letzten Sommers im Verdacht. :-(
    Kennt jemand das Problem, bekommt man bei Garmin evtl. Ersatzdeckel?

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    1. Nur eine kurze Anmerkung von einem, der vom Colorado über das Dakota und das Orgenon bis zum Montana alle Garmins besitzt und benutzt: Das Montana mag groß sein, aber unhandlich ist es nicht. Und auf das große Display würde ich nicht mehr verzichten wollen, gerade beim Geocaching.

      Dass Wherigos nicht unterstützt werden, juckt mich nicht; ich habe hier in meiner Region ein gutes Dutzend von den Dingern, aber noh keiner hat mich bisher überzeugt.

      Ich brauche die Wherigis nicht, ein schöne Multi ist mir allemal lieber als ständig auf das Display zu starren ...

      Schrumbi

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  4. Ich finde, dass die mitgelieferte "Topokarte" noch viel zu gut wegkommt. Denn diese Garmin-Freizeitkarte ist zu viel zum Sterben und zu wenig zum Überleben. Und zumindest in Deutschland kenne ich KEINE Ecke, wo die Openstreetmap (z.B. in Form der OSM-Freizeitkarte) schlechter wäre.
    Vielmehr das Gegenteil, wo die OSM-Karten selbst die "echten" (zugekauften) Garmin-Topo an Aktualität und Detailgrad um Längen schlagen. (Nur die Darstellung in 3D und Schummerung, das können die OSM-Karten halt nicht, weil das Datenformat dafür von Garmin nicht offen gelegt wurde. Ganz wegbrechen lassen möchten die den Umsatz mit Karten dann wohl doch nicht.)

    Zurück zum Thema: Der einzige Vorteil der Geräte "mit Garmin-Freizeitkarte" ist der größere interne Speicher. d.h. man kann die mitgelieferte Topo löschen und den Speicher dann anderweitig nutzen. Ist zwar langsam angebunden (keine USB2.0-Highspeed-Geschwindigkeit), aber immerhin kann der Speicher nicht beim hastigen Akkuwechsel im Dunklen herausfallen.....

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  5. BTW: Billiger muss Garmin seine Geräte nicht machen, zumindest nicht für mich.
    Wichtiger wäre, dass die ENDLICH mal WLAN oder zumindest Bluetooth anbauen, damit das Gewackel mit den USB-Kabeln endlich aufhört. Das ist eben leider kein Stecker für mehr als 1000-2000 Kontaktzyklen.
    Und nein, das ist keine Frage von "Platz im Gerät" oder "Akkuleistung", wie selbst billige 29€-Handies (mit BT-Headset-Funktion) und Nano-Wlan-Adapter für 10€ (nicht größer als ein USB-Stecker) oder Wlan in 99€-Smartphones mit 900mAh-Akku (vom Lidl) beweisen.

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  6. Der Oregon 550 ist schon spitze! Ein wenig mit der Kamera geübt und sich an alte AGFA-Kameras erinnert, was die Stellung zum Licht angeht, dann macht das GPSr mit Kamerafunktion tadellose Bilder, die man mit enem guten Bildbearbeitungsprogramm toll zurecht machen kann! Ich gehen nie ohne Tante Oregon los, auch wenn sie schon 550 ist! :-)

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